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„Wir stehen wieder vor einem Scherbenhaufen“

Der Lockdown trifft Gastronomen und Hoteliers hart

30 Okt 2020 / 15:23 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (dan). Massiv steigende Infektionszahlen haben der Politik kaum eine andere Wahl gelassen: Ab Montag wird das öffentliche Leben wieder weitgehend runtergefahren. Der Lockdown 2.0 trifft vor allem die Gastronomie und Hotelerie hart. Eine GNZ-Umfrage in heimischen Betrieben zeigt: Die Sorgen sind groß, das Verständnis für den einschneidenden Kurs ist aber bei den meisten immer noch vorhanden. Es gibt allerdings auch kritische Stimmen aus der Gastronomie.

So übt etwa der Inhaber des Landgasthofs „Zur Krone“ im Ronneburger Ortsteil Hüttengesäß, Reiner Erdt, deutliche Kritik an der erneuten Schließung der Gastronomie: „Die Branche, die die Namensverfolgung am besten sichergestellt hat, muss jetzt an den Pranger. Listen wurden gedruckt, der Datenschutz eingehalten, man konnte sicher und hygienisch Essen gehen. Niemand hat sich die Kante gegeben, die Leute waren zum Essen da und gingen wieder. Jetzt werden wir mehr bestraft als jeder Baumarkt oder Supermarkt, wo niemand danach fragt, wer der Kunde ist und wo er wohnt, der im Laden rumhusten oder Shampoopackungen antatschen kann. Und dann fahren die Leute von dort am besten in der vollen U-Bahn nach Hause, wo schon die Kinder warten.“ Das alles seien Orte, an denen es leichter zu Ansteckungen kommen könnte als in der Gastronomie. Für Reiner Erdt ist der erneuten Lockdown deshalb politisch die falsche Entscheidung: „Die Zahlen werden nicht sinken, nur weil die Wirte schließen müssen. Deswegen ist dieser Schritt in meinen Augen sinnlos.“

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 31. Oktober.

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