SUCHE

Woher kommen die Fingerabdrücke?

Prozess um brutalen Raubüberfall auf Ehepaar in Neuwirtheim neu aufgerollt

23 Apr 2019 / 20:54 Uhr

Biebergemünd-Neuwirtheim (mln). Im Fall des brutalen Raubüberfalls auf ein Ehepaar vor fast 28 Jahren in Neuwirtheim ist der Prozess nach dem ersten Auftakt im Februar nun aus formellen Gründen neu aufgerollt worden. Bei dem erneuten Prozessauftakt vor dem Landgericht Hanau hielt der Angeklagte an seiner Aussage fest: Eine kriminelle Bande habe seine Fingerabdrücke gestohlen und am Tatort hinterlassen, um ihn zu erpressen.

Die Tat gleicht einem Fernsehkrimi: Am 3. Juni 1991, es ist kurz nach 23 Uhr, hört die 78-jährige Bewohnerin eines Einfamilienhauses in Neuwirtheim Geräusche im Dachgeschoss. Mit dem Gehstock ihres Mannes geht sie in den Flur, um nachzusehen. Plötzlich kommen ihr drei Männer entgegen und schlagen sofort brutal auf sie ein. Als die Frau bewusstlos am Boden liegt, betreten die Eindringlinge das Schlafzimmer des Paars, wo der 80-jährige Ehemann, durch einen Schlaganfall nahezu bewegungsunfähig und hilflos, ebenfalls verprügelt wird. Die Täter durchsuchen das komplette Haus nach Wertgegenständen und verwüsten die Räume. Erst am nächsten Morgen wird das Paar schwerverletzt von einer Pflegerin aufgefunden. Diese versucht, per Telefon Hilfe zu rufen, doch die Täter haben das Festnetzkabel aus der Wand gerissen. Erst im Haus einer Nachbarin kann die Frau den Notruf absetzen.

Nach fast 28 Jahren wird der Fall nun vor dem Hanauer Landgericht neu aufgerollt.

Mehr erfahren Sie in der GNZ vom 24. April.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4