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Absage für „Erlenberg“

Neuberger Gemeindevertretung stimmt für interkommunale Zusammenarbeit mit Erlensee und damit gegen die Fusion und gegen einen Bürgerentscheid

24 Jan 2019 / 17:05 Uhr
Neuberg (kno). Am Mittwochabend platzte das Bürgerhaus in Rüdigheim fast aus allen Nähten: Zahlreiche Zuschauer waren gekommen, um der Gemeindevertretersitzung beizuwohnen. Ging es doch um eine historische Entscheidung: Sollte der Zusammenschluss der Gemeinden Neuberg und Erlensee weiter verfolgt werden? Sollte es hierzu einen Bürgerentscheid geben? Die Bürger hörten flammende Plädoyers für und gegen eine Fortsetzung dieses Weges. Das Ergebnis kann als Erfolg oder Misserfolg für die Demokratie gesehen werden – je nach Interpretation: Eine Mehrheit aus CDU, FDP, Grünen und Freien Wählern stimmte gegen die Fusion und für eine interkommunale Zusammenarbeit. Der Bürgerentscheid ist damit vom Tisch.

„Das wäre jetzt die dritte Fusion, die ich miterleben würde“, erklärte Altbürgermeister Ehrenfried Kling und meinte die Fusion der Schulen und von Rüdigheim und Ravolzhausen. Damals sei auf einem anderen Niveau diskutiert worden. „Da ging es nicht darum, wo das Rathaus stehen soll, sondern welchen Vorteil eine solche Fusion für den Bürger hätte.“ Er war für einen Bürgerentscheid, was auch sein Sitznachbar, der ehemalige Gemeindevertretungsvorsitzende Norbert Scheffzik, befürwortete: „Man sollte die Bürger fragen. Die Vorurteile sind eher lächerlich, und mit einer reichen Braut heiratet man doch gerne.“

Der Vorsitzende der Gemeindevertretersitzung, Peter Holzapfel, begrüßte die vielen Zuschauer: „Das ist die erste Gemeindevertreterversammlung in sieben Jahren, die so gut besucht ist. Schön zu wissen, dass das Interesse an dieser Entscheidung so groß ist!“ Holzapfel sorgte im weiteren Verlauf trotz emotionaler Debatten für einen geordneten Ablauf.

M;ehr: GNZ vom 25, Januar

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