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Auf Einbruchstour in Deutschland

35-jähriger Albaner wegen Diebstählen in Rodenbach und Bruchköbel verurteilt

07 Mai 2019 / 18:45 Uhr
Rodenbach/Bruchköbel (mab). Geschätzt 80 Wohnungs- und Hauseinbrüche im Rhein-Main-Gebiet gehen auf das Konto einer albanischen Diebesbande, gegen die die Polizei seit 2016 ermittelt. An mindestens zehn Fällen soll ein 35-jähriger Mann beteiligt gewesen sein, der gestern vom Hanauer Landgericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Die Tatorte waren überwiegend Rodenbach und Bruchköbel. Fünf der Einbrüche hatte der Angeklagte vor seiner Verurteilung gestanden.

Die Masche war immer die gleiche: Kurz vor den Taten reißten die Bandenmitglieder, darunter Familienmitglieder des Angeklagten, nach Deutschland ein. Von Frankfurt aus suchten sie in den umliegenden Orten nach leerstehenden Häusern. In wechselnder Besetzung brachen dann jeweils mehrere Mitglieder in die Gebäude ein und nahmen Wertgegenstände, überwiegend Bargeld und Schmuck, an sich. Ihre Beute versetzten sie auf dem Schwarzmarkt oder in Geschäften und überwiesen das Geld per Western Union nach Albanien. Mit leeren Händen reißten sie anschließend wieder aus. Dies ging zumindest aus der Aussage eines Kriminalbeamten aus Offenbach hervor, der beim gestrigen Prozess vernommen wurde. Seit 2016 ermittelt dieser gegen den 35-jährigen Angeklagten, nachdem dessen DNA-Spuren an mehreren Tatorten in Bruchköbel und Rodenbach sichergestellt und später identifiziert wurden. Bis zu 75 000 Euro soll der Beschuldigte aus Deutschland nach Albanien überwiesen haben.

Mehr: GNZ vom 8. Mai.

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