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35 Kilometer bis in die Stratosphäre

Genth-Schüler bleiben hartnäckig und erhalten Bilder großer Höhe

07 Feb 2020 / 17:11 Uhr
Wächtersbach (re). Im Frühjahr 2019 hatten Studienrätin Carina Schauermann und Stefan Reimann vom Verein der Wächtersbacher Amateurfunker bereits Kontakt aufgenommen und beschlossen, einen Wetterballon in die Stratosphäre zu schicken. Gemeinsam mit freiwilligen Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 wurden ab Mai konkrete Pläne erstellt und umgesetzt. Der Ballon flog im dritten Anlauf auf 35 Kilometer Höhe.

Styrodur wurde mithilfe eines Hitzedrahtes geschnitten, um eine Kiste für die Nutzlast zu bauen, die am Wetterballon befestigt und die Geräte zur Datenerfassung und -übertragung beinhalten sollte. Hierbei mussten nicht nur die Maße beachtet werden, sondern auch die einwirkende Kälte von bis zu minus 60 Grad Celsius in der Stratosphäre sowie die notwendigen Bedingungen für die reibungslose Funktion der mitfliegenden Kamera, Akkus und sonstiger Hardware.

Parallel dazu wurde die Technik zur Datenerfassung entwickelt. Sensoren, die später Daten wie unter anderem Luftdruck, Luftfeuchtigkeit und Beschleunigung messen sollten, wurden programmiert. Währenddessen wurden alle rechtlichen Angelegenheiten geklärt, Flugsicherung und Flugbehörde mussten informiert und Anträge eingereicht werden, eine Versicherung wurde abgeschlossen und zu guter Letzt wurden alle notwendigen physikalischen Berechnungen vorgenommen.

Im Rahmen der Projektwoche wurde die Umsetzung mit knapp 30 Schülern, die sich in das Projekt eingewählt hatten, besprochen und der Ablauf für den Start geplant sowie mit einem Testballon realisiert. Auch hierbei gab es viel zu beachten. Die Gasflasche musste gut gesichert sein, der Boden unterhalb des Ballons mit Malerflies bedeckt, der Ballon selbst durfte nur mit Stoffhandschuhen angefasst werden und neben einem guten Timing waren genaue Absprachen und gemeinsames Handeln unerlässlich.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 7. Februar.

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