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Alte Kita wird Flüchtlingsunterkunft

Diskussion um Zukunft der Wittgenborner Schule / Satzung für Altstadt

21. Juni 2022 / 21:21 Uhr
Wächtersbach (erd). Mit großen Transparenten demonstrierten die Wächtersbacher Linken vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und des Bau- und Planungsauschusses für den Erhalt des ehemaligen Kita-Gebäudes in Wittgenborn. Dem Wunsch nach einem Bürgertreff haben sie allerdings bis heute mit keinerlei Nutzungskonzept eine Basis gegeben. Deshalb drehte sich die Diskussion vor allem um die aktuell geplante Nutzung als Flüchtlingsunterkunft.

Zu Beginn wies Bürgermeister Andreas Weiher (SPD) auf die bestehende Beschlusslage hin. Grundsätzlich sei der Wille da, die Alte Schule in Wittgenborn zu erhalten, da, aber dies sei an eine sinnvolle Nutzung gekoppelt. Da es bislang keine konkreten Nutzungswünsche oder sogar Konzepte gebe, habe sich auch der Ortsbeirat für einen Verkauf oder sogar für einen Rückbau des nicht denkmalgeschützten Gebäudes ausgesprochen. Die Einnahmen sollten für den Bau der neuen Kita verwendet werden. Diese ist längst fertig und in Betrieb, während noch immer über die Nutzung der Alten Schule diskutiert werde. Sinnvoll sei aktuell die Nutzung des leerstehenden Gebäudes als Flüchtlingsunterkunft, welche die Stadt umsetzen will.

Dafür müssen zahlreiche neue Wände eingezogen, Sanitäranlagen, Nasszellen, Küche und Waschraum eingebaut werden, damit dort Menschen wohnen können. Doch dies wird keine dauerhafte Lösung sein, hört man die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs heraus. Darüber das Gebäude vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, herrscht weitgehend Einigkeit. Dies sorgt laut Bürgermeister Andreas Weiher für eine völlig neue Situation.

Eine langfristige sinnvolle Nutzung beginnt mit einer energetischen Sanierung. Für diese gibt es ein Gutachten mit Kostenermittlung aus dem Jahr 2017. Allein diese Sanierung würde nach damaliger Schätzung 500 000 bis 600 000 Euro kosten. Rechnet man die Kostensteigerung der letzten Jahre mit ein, dürfte sich der Betrag in Richtung 1 Million Euro bewegen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 22. Juni.

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