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Bildung ist auch Herzensbildung

Zum 50-jährigen Bestehen der Grundschule Wächtersbach ist Zuversicht für die Zukunft angesagt

13. Juni 2022 / 18:07 Uhr
Wächtersbach (dl). Nach 50 Jahren Grundschule Kinderbrücke Wächtersbach darf man neben einer ernsthaften Aufarbeitung schon einmal mit einem Schmunzeln zurückblicken, sagte Schulleiterin Marion Fix anlässlich der Begrüßung der Festgäste. Wichtig ist aber vor allen Dingen nach all den von ihr und ihren Vorgängerinnen bewältigten Herausforderungen, den Blick mit Zuversicht nach vorn zu richten. Mit Digitalisierung, Ganztagsbetreuung sowie Integration und Inklusion sind weitere umfassende Aufgabenstellungen für die nächsten Jahre bereits vorgegeben. Dabei sollte die Schule nicht allein für Bildung sondern auch für Herzensbildung zuständig sein, wünschte sich Sonja Litzenberger in ihrer Ansprache.

Die Leiterin des Staatlichen Schulamtes des Main-Kinzig-Kreises, Sonja Litzenberger, sieht in der Grundschule einen Ort, der die Kinder formt und den Grundstein für Gemeinschaft und gegenseitige Rücksichtnahme legt. Die Kinder sollen unvoreingenommen aufeinandertreffen können, wobei die Schule helfen soll, dann eine Brücke zu bauen, wenn bestehende Gegensätze zu überwinden sind, ist Litzenberger überzeugt. Die Stärken der Individuen zu unterstützen und Talente zu fördern, sei die ureigenste Aufgabe der Schule. Zur Bildung gehöre aber in unserer Gesellschaft darüber hinaus, den Anderen in seinem Anderssein, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen, zu akzeptieren und zu verstehen.

Brücken kann man zum Beispiel gesanglich oder musikalisch schlagen, wie die Klasse 3a mit dem Einsatz ihrer Boomwhacker demonstrierte. Mit den Schlaginstrumenten lernt man, sich gemeinsam rhythmisch zu bewegen und auszudrücken, ohne dass man zum Beispiel die Sprache des Anderen verstehen muss. So ganz ohne finanzielle Unterstützung geht es gerade im Schulwesen nicht, wie der Amtsleiter für Schulwesen, Bau- und Liegenschaftsverwaltung, Energie und Klimaschutz sowie Zentrale Dienste im Main-Kinzig-Kreis, Matthias Eckhardt, erklärte. Und auch wenn der Kreis in den vergangenen zehn Jahren 300 000 Euro für diese Schule ausgegeben hat, so ist das vergleichsweise wenig für die Ausgaben, die zum Beispiel für die Umsetzung der Ganztagsbetreuung bis 2026/27 noch anstehen werden. Außerdem gilt es, die Raumsituation in der Kinderbrücke wieder zu verbessern. Die Fachräume mussten aufgrund der stetig steigenden Schülerzahlen zu Gunsten weiterer Klassenräume aufgelöst werden. Das kann kein Dauerzustand sein. In der Hoffnung auf eine schon bald entspannte Flüchtlingssituation sollte in absehbarer Zeit auch die Großsporthalle wieder genutzt werden können. Eckhardt nahm das Jubiläum zum Anlass, nicht nur dem engagierten Kollegium, sondern auch den ehrenamtlich Tätigen zu danken, für die stellvertretend die Vorsitzende des Elternbeirates Martina Spielmann und die Gründerin des Freundeskreises Kinderbrückenkinder Angelika Gleichmann an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 14. Juni.

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