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Die Burg im Schloss

Kunsthistoriker Pascal Heß berichtet von staufischen Wurzeln

08 Nov 2019 / 21:13 Uhr
Wächtersbach (dl). Als kleine Sensation kann man es schon bezeichnen, was Kunsthistoriker Pascal Heß bei seinen Studien im Schloss Wächtersbach herausgefunden hat. Im Auftrag der Stadt Wächtersbach soll Heß bis zur Eröffnung eine Ausstellung zur Entstehung und Geschichte des Schlosses vorbereiten. Bei der intensiven Untersuchung des teilweise während der Renovierung offengelegten Mauerwerks und der Fundamente im Keller hat er Belege dafür gefunden, dass im Zuge der Anbauten und Erweiterungen ganz offensichtlich Teile einer Burg aus der Stauferzeit integriert wurden.

Auf Einladung des Heimat- und Geschichtsvereins belegte Pascal Heß vor zahlreichem Publikum im Evangelischen Gemeindehaus mit Wort und Bild, was er mit seinen Recherchen vor Ort herausgefunden hat. Als besonders spannend und mit überraschenden Erkenntnissen hat Heß seine Recherchen vor Ort empfunden. Die im Schutze der Burg entstandene Siedlung „Weichersbach“ wird in einer Urkunde des nahegelegenen Klosters Selbold 1236 erstmals erwähnt. Für die Burg selber wurde 1324 erstmals eine urkundliche Erwähnung gefunden. Das 1458 in den Besitz der Grafen von Ysenburg gelangte Schloss wurde 1939 durch einen Großbrand so zerstört, dass es unbewohnbar wurde. Für die weitere Nutzung von verschiedenen Institutionen – zuletzt hatte der Deutsche Entwicklungsdienst die Räume bis 1978 Jahre als Ausbildungsstätte und Wohnraum für Entwicklungshelfer genutzt – waren die Brandschäden nur notdürftig ausgebessert worden, wie sich aktuell bei der Renovierung des Schlosses herausgestellt hat. Nach dem Brand 1939 war nur noch das Skelett übriggeblieben, dass durch die unterschiedlichen Bauphasen im Laufe der Jahrhunderte entstanden war.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 8. November.

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