SUCHE

Die Marke Schloss

Über die Wiederentdeckung eines werbewirksamen Motivs

04. Januar 2022 / 16:17 Uhr
Wächtersbach (dl). Schon sehr früh hatte man in den fürstlichen Unternehmen des Hauses Ysenburg die Werbewirksamkeit eines stattlichen historischen Gebäudes, die des Wächtersbacher Schlosses als verkaufsfördernd entdeckt. Zur über 400 Jahre alten Brautradition und einem fürstlichen Brauerzeugnis passte nun einmal sehr gut der standesgemäße Name Schloßbräu und die Abbildung der geschichtsträchtigen Immobilie. Mit dem im März 2020 fertiggestellten und für den Publikumsverkehr wiedereröffneten, äußerst attraktiv renovierten Bauwerk ist auch die Findigkeit der Werbenden wieder erwacht: Die Stadt Wächtersbach bietet selbst mittlerweile eine ganze Palette, von Geschenkartikeln bis Accessoires, mit dem wiederentdeckten Markenzeichen an.

Die ehemalige ortsansässige Brauerei hatte das Schloss für Jahrzehnte als Motiv auf seinen von Sammlern begehrten Werbemitteln mitgeführt. Bierkrüge, Seidel und Bierdeckel wurden mit einem Bild vom Schloss verziert, das aber spätestens ab den 1980er Jahren nicht mehr der Realität entsprach. Schlossansichten schmückten nicht nur Ansichtskarten, sondern auch Porzellankrüge und Keramikteller, ja sogar eine von der Volksbank Wächtersbach herausgegebene Goldmünze. Nützliches, aber auch „Stehrumchen“ wurden mit dem Schlossmotiv versehen und als Reiseandenken, als Geschenk zu Geburtstagen und Jubiläen oder an Sammler verkauft, beziehungsweise als Werbegeschenk ausgegeben. Von der Brauerei wurden zwei Serien von Glaskrügen in den 1970er und den 1990er Jahren mit bedeutenden regionalen Motiven zur Beigabe beim Kauf eines vollständigen Bierkastens aufgelegt. Von der Firma Rastal wurden außerdem handbemalte Keramik-Bierkrüge mit einheimischen Motiven hergestellt, die auf dem Zinndeckel Namen und Wappen der Brauerei trugen.

Mehr lesen Sie am 5. Januar in der GNZ.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: