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Eigenständige Gesellschaft für Stadtteile sinnvoll

Beschleunigter Fernwärmenetzausbau: Stadtwerke Wächtersbach stellen 1 Millionen Euro kurzfristig für 2022 zur Verfügung

17. Mai 2022 / 16:38 Uhr
    Wächtersbach (re). Die Stadtwerke Wächtersbach haben für das Jahr 2022 ein zusätzliches Auftragsvolumen von 1 Million Euro beschlossen, um schneller mehr Eigenheimbesitzern in der Wächtersbacher Innenstadt den Anschluss an die Fernwärmeleitung und das Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk zu ermöglichen.

    Vorbehaltlich des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung am 19. Mai haben sowohl die Stadtwerke Wächtersbach als auch die Bioenergie Wächtersbach somit in ihren jeweils kürzlich stattgefundenen Sitzungen die Weichen für einen deutlich beschleunigten Fernwärmenetzausbau gestellt. „Gerade vor dem aktuellen Hintergrund des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Gasliefer-Engpässen und Preisanstiegen, ist es aus unserer Sicht besonders wichtig, die Wächtersbacher Innenstadt in einem maximal beschleunigten Netzausbau innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre, wenn möglich komplett, zu erschließen“, so der Geschäftsführer der Stadtwerke, Andreas Weiher. Die Kapazität des vorhandenen Heizkraftwerkes ist für diese Menge an Wärmeabnahme bereits ausgelegt. Nun soll der Ausbau des Wärmenetzes bis zur Kapazitätsgrenze erfolgen. Die Stadtwerke zusammen mit der Bioenergie planen, hierfür in den nächsten Jahren bis zu 10 Millionen Euro zu investieren. „Vor dem Hintergrund der aktuell äußerst kritischen Situation in der Ukraine ist es mehr denn je ein unumgänglicher Schritt in die Unabhängigkeit der Wärmeversorgung von Wächtersbach“, so Geschäftsführer Andreas Weiher.

    Durch die gefassten Beschlüsse in den Gremien der beiden GmbHs wurden die zusätzlichen Mittel für das Jahr 2022 bereits bereitgestellt und die Baufirmen beauftragt. „Gerade bei der Materialbestellung muss schnell und vorausschauend reagiert werden, da Lieferzeiten mittlerweile exorbitant gestiegen sind. Die gesamte Marktlage in dieser Hinsicht ist schwer einschätzbar, die Lieferketten und -zeiten haben sich massiv verschoben und verlängert. Daher wurde von Seiten der Bioenergie in der Rohrmaterialbestellung schnell gehandelt, um von dieser Seite keine Leerlaufzeiten im weiteren Netzausbau zu verursachen“, so Geschäftsführer Jörg Lotz von der Bioenergie.

    Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 18. Mai.

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