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Euphorie trifft auf Alltag

Einen Tag nach den Bürgermeisterentscheidungen in Birstein und Wächtersbach

04 Nov 2019 / 20:43 Uhr
Birstein/Wächtersbach (erd). Am Sonntag wurde in Birstein Fabian Fehl (SPD) zum neuen Bürgermeister gewählt, während sich in Wächtersbach Amtsinhaber Andreas Weiher (SPD) für eine zweite Amtszeit durchsetzte. Einen Tag später haben die Protagonisten noch mit den Nachwirkungen der Wahlgänge zu kämpfen.

In Birstein ist noch keine Normalität eingekehrt, denn die Gemeinde hat eine geradezu historische Wahl erlebt. Zum ersten Mal ist in der Vogelsberg-Gemeinde ein Sozialdemokrat zum Bürgermeister gewählt worden. Darauf hatten die Mitglieder der Birsteiner SPD gewiss gehofft, aber dass es wirklich so kommen würde, hatten sie gewiss nicht auf dem Schirm – nicht mal der Kandidat Fabian fehl selbst, wie er einräumt. „Natürlich willst Du gewinnen, wenn Du Dich zur Wahl stellst“, sagt er. Dass es aber tatsächlich klappen könnte, sei ihm erst nach dem ersten Wahlgang so richtig bewusst geworden. „Wir wussten, dass es knapp wird. Deshalb habe ich versucht, mich auch beide Möglichkeiten vorzubereiten – das hat aber nicht geklappt“, räumt Fehl. Er sei vollkommen überwältigt gewesen. Nun ist Fehl mit seiner Freundin Sarah nach Marburg gefahren, um ein paar Tage unterzutauchen. Der Wahlkampf sei sehr anstrengend gewesen. Die Wahlparty habe er aber gut überstanden, allerdings hätten seine Fußball-Kumpels aus Oberzell im Vereinsheim noch recht heftig weitergefeiert. In Birstein sei es deutlich gesitteter zugegangen.

Am Freitag kommen die ersten Bürgermeisterpflichten auf Fehl zu, denn dann geht der Gemeindevorstand in seine Haushaltsklausur. Das ist wichtig, weil dabei der Haushalt für die nächsten beiden Jahre vorbereitet wird. Den hat dann zwar Fehl noch nicht erstellt, doch muss er das Zahlenwerk mit der Verwaltung umsetzen. Für ihn sei es ein großer Vorteil, wenn er so einsteigen könne. Auch die Unterstützung vom scheidenden Bürgermeister Wolfgang Gottlieb und dem Ersten Beigeordneten Christian Götz könne er gewiss gut gebrauchen. „Ich habe noch nie eine Herausforderung gescheut“, sagt Fehl, der sich vorgenommen hat eine gute Politik für die Gemeinde zu machen. Er habe auch keine Angst vor Kritik, da er sehr selbstkritisch sei, sich aber auch gut selbst reflektieren könne.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 5. November.

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