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Feuerwehren kennen keinen Lockdown

Dienstversammlung der Feuerwehren der Stadt Wächtersbach für die Jahre 2019/2020

06 Sep 2021 / 17:16 Uhr
Wächtersbach (dl). Auch wenn die Feuerwehren der Stadt Wächtersbach keinen Lockdown kennen, so waren die zurückliegenden Jahre 2019/2020 besonders schwierig, war das Resümee von Stadtbrandinspektor Markus Metzler. Insbesondere die Hybrid-Ausbildung hat Ausbilder und Auszubildende vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Voraussetzungen für die digitale Vermittlung des Lehrstoffes mussten erst noch geschaffen werden; bei der praktischen Ausbildung hatte der Schutz vor dem Virus Vorrang. Markus Metzler appellierte an alle Kameraden, den Nachwuchs bei der Stange zu halten.

Erste Austritte bei den Jugendfeuerwehren zeichnen sich nach der langen Pause ab. Gerade jetzt dürfe man nicht nachlassen, die jungen Feuerwehrleute besonders zu fördern, appellierte Metzler. Thomas Lindt ging mit gutem Beispiel voran: Er spendete seine Anerkennungsprämie für die Jugendfeuerwehr. Zu einer gesunden Altersstruktur gehören alle Altersgruppen. Um nicht zu überaltern, müssen wieder mehr Jugendliche für die Feuerwehr interessiert werden. In Sachen Multimedia gelte es auch die älteren Kameraden mitzunehmen, berücksichtigte Metzler auch die Altersgruppe um die 60 Jahre. Zur Dienstversammlung der Wächtersbacher Feuerwehren begrüßte Metzler Bürgermeister Andreas Weiher, Stadtverordnetenvorsteher Jan Volkmann, die Magistratsmitglieder Harald Beyer, Günter Gärtner und Oliver Peetz, den Ehrenvorsitzenden Hans Metzler sowie Kreisbrandmeister Manuel Acker und den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Werner Beier.

In den vergangenen zwei Jahren ist die Mitgliederzahl der Einsatzabteilungen mit 175 nahezu konstant. Trotzdem ist seit 2012 ein stetiger Abwärtstrend zu beobachten. Es können nur wenige Einsatzkräfte aus den Jugendfeuerwehren übernommen werden. 2020 konnte lediglich eine Person übernommen werden, während drei Personen aus dem aktiven Dienst ausgetreten sind, sechs Personen wurden in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen und sieben Neueintritte waren zu verzeichnen. Besonders bemerkbar macht sich der Rückgang bei den Einsatzkräften, die tagsüber zur Verfügung stehen; erfahrungsgemäß sind dann die meisten Einsätze zu verzeichnen. Eine weitere Statistik über die Altersstruktur der Aktiven zeigt, dass die derzeit noch stabilen Verhältnisse sich im Laufe der nächsten Jahre immer ungünstiger entwickeln werden, weil der Nachwuchs fehlt. Bei den Atemschutzgeräteträgern ist die Zahl mit 52 Personen (am Tag 21 Personen) stabil. Hierbei ist zu beobachten, dass den jungen Anwärtern zunehmend die Fitness bei den erforderlichen Lehrgängen fehle. Metzler wies darauf hin, dass die Stadt Wächtersbach zur Gesunderhaltung die Teilnahme der Aktiven an Fitness-Kursen finanziell unterstützt.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 7. September.

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