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Interessenkonflikt bei Güllelager

Ortsbeirat Leisenwald beschäftigt sich mit Plänen landwirtschaftlicher Betriebe

05 Feb 2020 / 18:25 Uhr
Wächtersbach-Leisenwald (mth). Im Ortsbeirat Leisenwald stand mit dem geplanten Bau einer Güllelagune ein umstrittenes Projekt zur Beratung an. Deshalb war das Dorfgemeinschaftshaus auch sehr gut besucht. Erster Stadtrates Oliver Peetz vertrat die Interessen der Stadt, als sich der Ortsbeirat über direkt beeinflussbare Angelegenheiten austauschte.

Im Mittelpunkt des Interesses stand die vom Magistrat angeforderte Stellungnahme des örtlichen Gremiums in Bezug auf den beabsichtigten Bau einer Güllelagune eines ortsansässigen Betriebes mit einem Fassungsvolumen von 680 Kubikmetern. Ortsvorsteher Thomas Lindt berichtete, dass der Betrieb aufgrund der eingetretenen Verschärfung der Düngeverordnung gezwungen sei, in eine größere Lagerstätte für Gülle zu investieren. Bundesweite gültige Gesetze bestimmen für Ackerland und Grünland eine „Sperrfrist“, zu der Gülle auf keinen Fall ausgebracht werden dürfe. Diese Sperrfrist ziehe einen größeren Bedarf an Lagerkapazitäten für die Gülle nach sich.

Da Tobias Bretthauer vom gleichnamigen Ziegenhof in unmittelbarer Nachbarschaft zur geplanten Güllelagune perspektivisch eine Käserei mit Hofladen errichten möchte, könnte es mit dem Bau der Güllelagune künftig zu einem Interessenskonflikt kommen. Tobias Bretthauer: „Sollte der räumliche Abstand zwischen der Güllelagune und unserer geplanten Käseproduktion zu gering sein, besteht gegebenenfalls die Gefahr, dass unser Schaf- und Ziegenkäse den Geruch annimmt, der durch die Gülle-Lagerstätte in der Luft ist. Das Ziel meiner Partnerin und mir ist, gemeinsam mit dem ortsansässigen Bauer eine tragfähige Lösung zu finden, die für beide Seiten betriebliche Chancen eröffnet.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 6. Februar.

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