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Kurz vorm Umzug die Fahne eingeholt

Aschermittwoch: Karnevalisten trauern ein letztes Mal am Rathaus

26 Feb 2020 / 15:32 Uhr
Wächtersbach (erd). So traurig war der Trauermarsch der Wächtersbacher Karnevalisten wahrscheinlich noch nie. Der Anschlag von Hanau hatte die tollen Tage überschattet und zudem zogen sie ein letztes Mal zum Rathaus, um dort die Fahne einzuholen und den Hering zu genießen.

Begleitet von der „Dixie Oldies“, der Jazz-Kapelle aus dem Bergwinkel, zogen die Karnevalisten vom WCV-Casino zum Rathaus. Ein letztes Mal machten sie vorher einen Abstecher zum Globus-Markt, um ein wenig mit der Rollsteige zu fahren, den Betrieb für ein paar Minuten zu unterbrechen und die Kehlen mit Hochprozentigem zu ölen.

Dann rief die Freundespflicht, denn es galt am Rathaus die Fahne des WCV einzuholen, die dort ein letztes Mal wehte, bevor die Verwaltung ins Schloss umzieht.

Für den erkrankten Bürgermeister Andreas Weiher vertrat Stadtrat Werner Jung die Stadt. „Der Bürgermeister hat als Vertretung die dritte Garnitur an Stadtrat geschickt – das zeigt die Wertigkeit dieses Termins. Jung sagte weiter, dass die Stadt mit dem Umzug leider nicht schnell genug gewesen sei. Sie habe vor gehabt, mit dem Rathaus klammheimlich ins Schloss umziehen wollen, während die Fassenachter an der Macht seien. „Ihr hättet es vermutlich nicht mal gemerkt!“

Dann wurde zum letzten Mal in der Main-Kinzig-Straße 31 die WCV-Fahne vom Mast geholt und die in riesigen Mengen fließenden Krokodilstränen mit großflächigen weißen Taschentüchern getrocknet.

Im Kantinenraum warteten bereits die Heringe der Stadt, die nicht mit ins Schloss umziehen sollen. Dort wurden ernstere Töne angestimmt. Jung dankte dem WCV für die Arbeit. Die Stadt sei froh, einen solch aktiven Verein zu haben.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 27. Februar.

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