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Lebensqualität muss erhalten bleiben

Wächtersbacher Bau- und Planungsausschuss: Stellungnahme zur Bahnstrecke

18 Sep 2020 / 17:55 Uhr
Wächtersbach (erd). Der Wächtersbacher Bau- und Planungsausschuss hat der Stadtverordnetenversammlung einstimmig die Stellungnahme der Stadt zu den geplanten Neubautrassen im Bereich der Stadt zur Annahme empfohlen. Oberstes Ziel ist, dass die Lebensqualität in Wächtersbach und seinen Stadtteilen erhalten bleibt. Im Detail geht es um Lärmschutz, den Erhalt der Trinkwasserbrunnen, aber auch die teilweise zu erwartenden extremen Belastungen in der Bauphase.

Das Projekt mit der Ausbaustrecke von Hanau bis Gelnhausen und der Neubaustrecke von Gelnhausen bis Kalbach geht nun ins Raumordnungsverfahren, in dem die Stadt Wächtersbach als Träger öffentlicher Belange zu einer Stellungnahme aufgefordert wurde. Diese wurde in Kooperation mit den Ingenieuren Lotz AG und dem Planungsbüro Bischoff und Heß erstellt.

Norbert Bischoff erläuterte zunächst die Belange der Stadt. Dabei geht es um die Sicherung der Wohnfunktion und die Qualität des Wohnumfeldes, den Erhalt von Freiräumen und die Aufenthaltsqualität für die Wohnbevölkerung und für den Tourismus, die Sicherung der lokalen Wasserversorgung und den Erhalt der Infrastruktur.

Dabei ist die Planung der Bahn nun immer schwammig, denn Details sind in der Phase des Raumordnungsverfahren noch immer kaum bekannt, auch der exakte Verlauf der Trasse ist noch nicht festgelegt. Deshalb geht die Deutsche Bahn mit zwei Trassenvarianten in dieses Verfahren, nämlich der Vorzugsvariante IV, die weitgehend durch Kinzigtal führt und dieses nahe Wächtersbach mit einer Brücke quert, sowie der Alternativvariante VII mit der Brücke über das Brachttal. Konkret wird es laut Bischoff erst, wenn es Planfeststellungsverfahren geht.

Bischoff erläuterte Vorzüge der neue Bahnstrecke, zeigte aber auch die Mängel der Planung auf. Verbesserungen werde es im Nahverkehr geben, auch könne der Güterverkehr nachts über die Neubaustrecke rollen, was Teile von Wächtersbach entlaste. Dennoch sei durch den zusätzliche Lärmquelle auch ein bessere Lärmschutz auf der Bestandsstrecke nötig.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 19. September.

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