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Messerattacke in Wächtersbach

Ehepaar wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung vor Gericht

11 Feb 2020 / 19:00 Uhr
Wächtersbach/Gelnhausen (erd). Seit gestern muss sich ein Ehepaar aus Wächtersbach vor dem Amtsgericht Gelnhausen wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Mann und die Frau sollen am 28. September 2018 einen Mann aus Brachttal geschlagen und mit einem Messer verletzt haben. Der damals sechsjährige Sohn des Mannes habe die Tat miterlebt. Ein Verfahren wegen Vergewaltigung der Wächtersbacherin gegen den Brachttaaler ist inzwischen eingestellt worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-jährigen Angeklagten und dessen 36-jähriger Ehefrau vor, den 44 Jahre alten Brachttaler am Tattag in ihre Wohnung gelockt und dort schwer misshandelt zu haben. Warum dem 44-Jährigen erhebliche Verletzungen zugefügt wurden und was sich an besagtem Tag in der Wohnung abgespielt hat, ist an weiteren Verhandlungstagen zu klären.

Bislang geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Masseur kurzfristig mit einer Sprachnachricht zur Wohnung des Ehepaars bestellt wurde. Weil er an diesem Freitag bereits seinen Sohn bei sich hatte, nahm er den Jungen mit zum Massagetermin. Die angeklagte Frau habe den Brachttaler dorthin gerufen. Das Ehepaar habe den Mann dann in seine Wohnung gezogen und dort mit Schlägen und einem Messer traktiert. Der Mann habe sich losreißen können, sei ins Treppenhaus geflüchtet, dort gestürzt und schließlich blutend und ohne Schuhe aus dem Haus gerannt, wo er um Hilfe gerufen habe. In seiner Panik habe er seinen Sohn im Treppenhaus zurückgelassen. Ein Nachbar habe sich dann um das verstörte Kind gekümmert. Der Brachttaler erlitt eine Stich- und Schnittwunde am Oberschenkel, die genäht werden musste, Platzwunden am Kopf, eine Gehirnerschütterung und multiple Prellungen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 12. Februar.

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