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Mit Kraftakt zum Traumschloss

Wächtersbacher Rathaus hat vor einem Jahr im sanierten Schloss seine Türen geöffnet

03 Mrz 2021 / 17:44 Uhr
Wächtersbach (erd/re). Vor einem Jahr hat das Rathaus im frisch sanierten Wächtersbacher Schloss erstmals seine Türen geöffnet. Damit ist für die Wächtersbacher Bürger ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. Bürgermeister Andreas Weiher zieht Bilanz und spricht von einem Kraftakt ohne Gleichen, der sich gelohnt habe, denn das Schloss ist die neue und doch historische Keimzelle des neuen Wächtersbach. Gefeiert wird der Jahrestag aufgrund der Pandemie mit Onlie-Aktionen.

Bürgermeister Andreas Weiher erinnert sich noch gut an den ersten Tag der Rathausöffnung. Während die ersten Bürger neugierig ins neue Rathaus kamen, wurden im Eingangsbereich noch Platten verlegt. Das Schloss war auch in den folgenden Wochen eine Baustelle, weiß der Rathauschef zu berichten. Doch auch nach einem Jahr gibt es noch immer Baustellen in dem historischen Gebäude, etwa die Gastronomie, die aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht öffnen darf.

Vor einem Jahr verlangte der Umzug eine logistische Meisterleistung, denn alle Akten mussten so verpackt und beschriftet werden , dass sie nach dem Umzug wieder sofort griffbereit in den Schränken standen. Das brauchte ein fehlerfreies und minutiöses Arbeiten. Das alte Rathaus wurde quasi in Rollcontainer verpackt und im Schloss über den Außenaufzug, der damals noch an der Balkonseite stand in die entsprechenden Etagen gefahren. Zu diesem Zeitpunkt waren die Büros bereits alle eingerichtet, mit neuer IT ausgestattet und größtenteils bezugsfertig, während an anderer Stelle die Handwerker noch auf Hochtouren arbeiteten.

Inzwischen ist der Rathausbereich komplett fertiggestellt, doch das Arbeiten und „Leben“ im Schloss nimmt immer weiter Formen an, etwa im Augusta-Saal, dem Magistratszimmer. Dort trifft Historie auf Moderne. Für diesen wird noch das Kaminbild gesucht, das nun prämiert werden soll. Während die schweren Holztüren und der Kamin aus fürstlichen Zeiten stammen, entspricht die Technik neuesten Anforderungen, lassen sich Rechner anschließen und ein riesiger Bildschirm nutzen. Die erste Sitzung in diesem Raum war die Krisensitzung zu Corona, erklärt Weiher und kommt gleich zu jenem Thema, das seither das Leben in der Stadt und das Arbeiten im Rathaus bestimmt. Während nach der Eröffnung zahlreiche Wächtersbacher die Schlossführungen nutzten, um das neue, alte Wahrzeichen der Stadt zu besichtigen, ist das Rathaus seit dem ersten Lockdown für Besucher geschlossen. Nur mit einem Termin wird unter strengen Hygienevorschriften Einlass gewährt. Das führt dazu, dass der große Saal, der Ferdinand-Maximilian-Saal noch nimmer nicht eingeweiht ist, aber sehr wohl für Besprechungen genutzt wird, etwa für die Sitzungen des Magistrats.

„Besonders stolz sind wir darauf, dass die CO2-arme Beheizung, Lüftung, LED-Beleuchtung und Solarthermie einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz – und das in einem historischen Gebäude - beitragen und vor allem gut funktionieren“, so der Bürgermeister.

Brach liegt noch immer die Gastronomie, die für Leben im Schloss und dessen Umfeld sorgen soll. Ein qualifizierter Gastronom ist gefunden, doch aufgrund der Covid19-Lage ist derzeit noch an eine Eröffnung zu denken. Folglich gleichen die Räume weiter einer Baustelle, obwohl auch dort bereits absehbar ist, wie das Restaurant einmal aussehen wird.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 4. März.

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