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Neue Bahntrasse soll Stadt entlasten

Gute besuchte Bürgerversammlung in Wächtersbach / Stadtumbau Thema

29 Nov 2019 / 18:20 Uhr
Wächtersbach (erd). In einer gut besuchten Wächtersbacher Bürgerversammlung standen zwei Hauptthemen im Vordergrund: die geplante Neubaustrecke der Bahn und der Stadtumbau. Die Bürger wurden aus erster Hand mit aktuellen Informationen versorgt.

Für die DB Netz AG stellte Projektleiter Dirk Schütz den aktuellen Stand der Planung vor. Er erläuterte, dass die Bahn die Strecke zwischen Hanau und Gelnhausen auf vier Gleise ausbaue, ab Gelnhausen sei dies aber nicht möglich, weshalb die Bahn eine neue Bahntrasse bauen müsse. Seit 2014 plane die Bahn, seien Trassenkorridore, sinnvolle Varianten, Vorzugsvarianten und schließlich die Antragsvariante IV mit großer Bürgerbeteiligung im Dialogforen und Arbeitskreisen ermittelt und inzwischen mehrfach modifiziert worden.

„Die nun vorliegende Variante ist die beste Lösung“, sagte Schütz, denn sie sei unter Berücksichtigung aller Kriterien von Umwelt, Raum, Verkehr und Volkswirtschaft die beste Linienführung. Damit gehe die Bahn ins Raumordnungsverfahren. Die Trasse verlässt bei Wirtheim die bestehende Trasse in einen Tunnel, quer vor Wächtersbach das Kinzigtal, um dann mit mehreren langen Tunnels und dazwischen Brücken südöstlich das Kinzigtals zu verlaufen, bei Niederzell erneut das Kinzigtal zu queren und bei Mittelkalbach auf die Strecke Würzburg-Fulda zu treffen. Der Stausee wird nicht mehr tangiertDies habe den Vorteil, bei Schlüchtern einen Knoten zur Bestandsstrecke zu schaffen.

Der Projektleiter erklärte, dass die Talbrücke bei Wächtersbach 940 Meter lang und 18 Meter hoch sei. Das reiche aus, um die bestehende Strecke zu überspannen. Die Tunnellänge mit Doppelröhren summiert sich auf 31 Kilometer, wobei der Drasenbergtunnel zwischen Schlüchtern und Kalbach der längste sein werde.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 30. November.

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