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Sauberes Wasser bei Katastrophen

THW-Großübung „Aqua Sana“ auf Betriebsgelände des Wasserverbands Kinzig

17. Juni 2022 / 22:23 Uhr
Wächtersbach-Neudorf (erd). Die Katastrophe im Ahrtal hat dramatisch gezeigt, wie wichtig die Arbeit und ständige Einsatzbereitschaft des Technischen Hilfswerks (THW) ist. Nun findet die Großübung „Aqua Sana“ der Fachgruppen Trinkwasserversorgung aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz auf dem Betriebsgelände des Wasserverbands Kinzig statt.

Insgesamt 80 Einsatzkräfte aus fünf Ortsverbänden sowie weitere Einheiten zur Unterstützung üben die Zusammenarbeit und die Koordination bei der feldmäßigen Aufbereitung von Trinkwasser. Von der Erkundung, der Wasservorbehandlung, der eigentlichen Aufbereitung und Desinfektion des Trinkwassers bis zur Probeentnahme und chemischen, biologischen, physikalischen und sensorischen Untersuchung steht das gesamte Spektrum der Fachgruppen Trinkwasser auf dem Ausbildungsplan.

Nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal, welche nicht nur aufgrund ihres Ausmaßes die Helfer in besonderem Maß gefordert hatte, hatte die landesverbandsübergreifende Übung einen besonderen Fokus. Im Ahrtal waren alle Widrigkeiten, welche die Aufbereitung von Trinkwasser erschweren können, zusammengekommen. Ausgerechnet viel zu viel Wasser sorgte dafür, dass sich das Rohwasser in einem ungenießbaren Zustand befand. Das Hochwasser hatte Öl, Chemikalien, Fäkalien und vieles mehr als Verunreinigung ins Wasser gebracht. Doch die mobiles Kleinwasserwerke sind in der Lage, auch stark verschmutztes Wasser so weit zu reinigen, dass daraus unbedenklich genießbares Trinkwasser wird.

Drei dieser Anlagen, von denen es im Bundesgebiet 13 gibt, sind derzeit zu Übungszwecken in Neudorf aufgebaut. Dort müssen die Anlagen, von denen jede ohne die Fahrzeuge mehr als eine Million Euro kostet, jedoch keine Höchstleistungen vollbringen, denn das Rohwasser kommt bereits in bester Qualität aus dem Wasserwerk. Viel mehr will man den Wissenspool in Sachen Wasseraufbereitung vergrößern. Deshalb hat Holger Scheffler, der Geschäftsführer des Wasserverbands Kinzig, das THW nach Neudorf auf das Betriebsgelände eingeladen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 18. Juni.

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