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Schmelztiegel der Schöpfung

Gerhard Jahn referiert zum Thema „Der Vogelsberg – Ein Vulkan im Ruhestand“

29 Jan 2020 / 19:20 Uhr
Wächtersbach (dl). In einigen Regionen der Erde kann man sich nie sicher sein, ob nicht jederzeit einer der noch tätigen Vulkane das Land unter seiner flüssigen Lava begräbt. Unser Vulkan, der Vogelsberg, hat sich schon so lange nicht mehr geregt, dass ihn der Referent des Heimat- und Geschichtsvereins Wächtersbach, Gerhard Jahn, als im Ruhestand befindlich erklärt. Als Schmelztiegel der Schöpfung bezeichnete Jahn den Vulkanismus, der dadurch entsteht, dass die auf einem Lavastrom schwimmenden Kontinentalplatten sich systematisch verschieben, und der dabei entstehende Druck an die Oberfläche entweicht.

Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Thomas Janik, nutzte die Gelegenheit zum 200. von Gerhard Jahn gehaltenen Vortrag, um seinem Vorgänger im Vorstand und Referenten für seine fachkundigen Beiträge zur Heimatgeschichte, mit denen er so viele Vereinsabende bereichert hat, zu danken.

Mit einem Zitat aus einer Gemeinderatssitzung einer Ortschaft im hohen Vogelsberg führte Jahn schmunzelnd in das Thema „Der Vogelsberg – Ein Vulkan im Ruhestand“ ein. Auf die Ankündigung des dortigen Bürgermeisters, dass man in einem Werbeprospekt mit dem in der näheren Umgebung befindlichen erloschenen Vulkan werben wolle, soll einer der Gemeindevertreter entgegnet haben: „Woas, en Vulkan harre mir? Un den hu mir ausgieh (ausgehen) lassen.“ In Wirklichkeit können wir, die wir auf den Ausläufern des größten mitteleuropäischen Vulkans leben, froh sein, dass es mit dem Vogelsberg-Vulkanismus seit dem Ende des Miozäns (vor circa sieben bis zehn Millionen Jahren) vorbei war. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse besagen, dass das auch lange so bleiben wird. Eine lange Zeit heißt in der Erdgeschichte, dass von Jahrmillionen die Rede ist.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 30. Januar.

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