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Sirenen gewinnen an Bedeutung

Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt Bürgschaft für Fernwärmeausbau

13. Mai 2022 / 22:54 Uhr
Wächtersbach (erd). Der Wächtersbacher Haupt- und Finanzausschuss hatte einige wichtige Entscheidungen zu beraten, darunter den Ankauf des Grundstücks für die neue Aufenauer Kita und eine Bürgschaft für die Stadtwerke über 1 Million Euro für den Ausbau des Fernwärmenetzes. Doch ausgerechnet bei einem im Vergleich weniger wichtigen Punkt geritten die Politiker aneinander: beim Thema Sirenen und dem beantragten „Tag der Alarmierung“.

Der Ausbau des Wächtersbacher Fernwärmenetzes soll weiter zügig vorangehen. das ist der Wille des Haupt- und Finanzausschusses, der einstimmig eine weitere Bürgschaft der Stadt für einen Kredite der Stadtwerke Wächtersbach für den Ausbau des Fernwärmenetzes beschlossen hat. Insgesamt bürgt die Stadt inzwischen für rund 4 Millionen Euro, die in den Ausbau der Wärmeleitung geflossen sind oder fließen sollen.

Dabei geht es der Politik beim Ausbau der CO2-neutralen Energieversorgung nicht schnell und vor allem nicht weit genug. Es kam die Frage auf, wann die Stadtteile Hesseldorf, Neudorf, Weilers und Aufenau angeschlossen werden können. Doch dieser wird nicht zeitnah zu realisieren sein. Wie Bürgermeister Andreas Weiher, der auch Geschäftsführer der Stadtwerke ist, erklärte, habe der Hauptgesellschafter der Bioenergie Wächtersbach, die Firma Getec, kein Interesse am weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes bis in die Stadtteile, weil sich dieser nicht rechne. Die Stadt sei jedoch sehr an diesem Ausbau interessiert, so dass nun die Gründung einer weiteren Gesellschaft in Erwägung gezogen werde, um diese Stadtteile mit umweltfreundlicher Wärme zu versorgen. Dazu soll nun eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, welche klären soll, wie die Versorgung technisch gelöst und wirtschaftlich gestaltet werden kann. Dabei sei allerdings bereits jetzt klar, dass dies frühestens in vier bis fünf Jahren realisiert werden könne. Dabei geht es weniger ums Geld, sondern vielmehr um die Kapazitäten der Tiefbauunternehmen. Zuerst stehe der begonnene Ausbau der Innenstadt auf dem Plan, sagte Weiher. Mit den steigenden Energiepreise und der Abkehr von fossilen Brennstoffen, sei die Nachfrage nach der Fernwärme enorm gestiegen. „Die Leute rennen uns die Bude ein“, drückte es der Rathauschef aus.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 14. Mai.

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