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SPD zittert, Freie Wächter stellen Sekt kalt

Wächtersbach: Neue Kraft im Aufwind / Brachttal: FWB deutlich vorne / Birstein: SPD und FBG stark

15 Mrz 2021 / 02:10 Uhr
Wächtersbach/Brachttal/Birstein (erd). Die ersten Wahlergebnisse vom Sonntagabend geben zumindest einen Trend wieder. In den Wahlbezirken wurden gestern jene Stimmen ausgezählt, die einzig eine Liste angekreuzt haben, ohne zu kumulieren oder zu panaschieren. Extrem hoch ist der Anteil der Briefwähler bedingt durch die Corona-Pandemie, in einigen Gemeinden haben mehr als 60 Prozent zur Briefwahl gegriffen. In Wächtersbach zeichnet sich ein klarer Trend ab: Die SPD ist weiterhin mit großem Abstand stärkste Kraft, unklar ist jedoch, ob sie ihre absolute Mehrheit halten kann. Grund sind die Freien Wächter, die sich im ersten Trendergebnis zur zweitstärksten Kraft aufschwingen. In Brachttal liegen im ersten Trend die Freien Wähler vorne, in Birstein liefern sich SPD und FBG ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

In der Stadt Wächtersbach muss die SPD um ihre absolute Mehrheit bangen, denn im ersten Trend nachdem rund 42 Prozent der abgegebenen Stimmen ausgezählt sind, liegen die Sozialdemokraten bei 46,2 Prozent der Stimmen, was 17 der 37 Sitze bedeutet. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 53,15 Prozent. Einen Grund zum Feiern werden in jedem Fall die Freien Wächter haben, die erstmals antreten und im ersten Trend nach Auszählung der unkumulierten Stimmen bei 27,1 Prozent der Stimmen liegen. Das wären zehn Sitze in der Stadtverordnetenversammlung. Offenbar trauen viele Wächtersbacher den Freien Wächtern zu, dass sie Politik mitgestalten können oder wenigsten eine standhafte Oppositionsfraktion abgeben. Dagegen fällt das bisherige Ergebnis der CDU unbefriedigend aus, denn die CDU kann bislang nur 15,0 Prozent der Stimmen vorweisen. Die Grünen kommen im ersten Trend auf 8,0 Prozent und die Linke auf 3,7 Prozent. Der Blick in die Stadtteile zeigt, dass die SPD allein in Hesseldorf und Waldensberg Kurs auf die absolute Mehrheit nimmt. Die CDU lässt ausgerechnet in ihrer Hochburg Aufenau (12,7 Prozent) viele Federn, während die Freien Wächter dort bei stattlichen 28,8 Prozent liegen und nur in Waldensberg mit 37,5 Prozent noch stärker sind. So können die Freien Wächter für das heute erwartete Endergebnis bereits den Sekt kalt stellen, während die Sozialdemokraten weiter zittern müssen, ob es für eine absolute Mehrheit weiterhin reichen wird.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 15. März.

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