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Stadt unterstützt Zwergenstube

Stadtverordnete entlasten Magistrat und genehmigen überplanmäßige Ausgaben

13 Mai 2019 / 20:19 Uhr
Wächtersbach (erd). Das Thema Finanzen beschäftigt auch die Stadt intensiv seit vielen Jahren. Die waren ebenso wie alle anderen Städte und Gemeinden von der Wirtschaftskrise betroffen und hatten mit der Einführung der Doppik zu kämpfen. Inzwischen steht Wächtersbach nicht mehr mit dem Rücken zur Wand, sondern kann sich zukunftsweisende Projekte wie die Sanierung des Schlosses oder den Stadtumbau erlauben. Deshalb ist auch eine vertraglich geregelte Förderung der Aufenauer Kinderkrippe Zwergenstube möglich.

Die Zwergenstube wird seit jeher eigenverantwortlich durch einen Elternverein getragen. Die dort beschäftigten Erzieherinnen wurden nach dem Mindestlohn vergütet, doch ist dies inzwischen nicht mehr möglich, sondern auch der Elternverein muss Tariflohn zahlen, wenn er eine qualifizierte Erzieherinnentätigkeit möchte. Das hat zur Folge, dass trotz Finanzierung durch Bundes-, Landes- und Kreismittel sowie Elternbeiträge ein Restdefizit von rund 80 000 Euro bleibt. Nun wurde ein eine Vereinbarung mit der Stadt Wächtersbach getroffen, welche im Wesentlichen regelt, dass die Stadt diese verbleibenden Betriebskosten übernimmt. Das zu deckende Defizit entspricht etwa jenem, dass die Stadt in einer eigenen U3-Gruppe mit zwölf Plätzen aufbringen müsste. Auf diesem Weg erweitert die Stadt mit der Zwergenstube quasi ihr Betreuungsangebot und kommt für die Kosten auf. Sollten die Kosten 50 000 Euro übersteigen, wird vorgeschlagen, diese als überplanmäßige Ausgabe zu bewilligen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 14. Mai.

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