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Stadt will Zukunft mit Medzentrum

Medizinische Versorgung für die Region sicherstellen und nicht zerreden

25 Feb 2021 / 22:36 Uhr
Wächtersbach (re). „Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung ist zu wichtig, als dass man sie politisch zerredet“, so Bürgermeister Andreas Weiher in einer Stellungnahme zur Pressemitteilung der „Freien Wächter“ zum „Medzentrum“ in Wächtersbach. „Die Hausärzte der Schlossparkpraxis haben unmissverständlich klargemacht, dass sie den Schloss-Standort nicht wechseln werden. Von daher erübrigt sich eine Diskussion um Standortalternativen am Bahnhof oder an anderen Stellen. Dies hatten wir schon Jahre zuvor mehrfach diskutiert.“

All diese Aspekte fanden Niederschlag in der durch Bürgerbeteiligung entstandenen Rahmenplanung des gesamten Schloss- und Brauereiareals, in dem der Neubau eines Ärztehauses zwischen Brauereigelände und Rentkammer harmonisch eingeplant wurde. Die mit sachkundigen Bürgern besetzte Lenkungsgruppe, in der auch Dr. Eberhard Wetzel von den Grünen benanntes Mitglied sei, habe diese Rahmenplanung mit großer Mehrheit beschlossen. Ebenso fand die Rahmenplanung eine große Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. Das gesamte Projekt jetzt im Kommunalwahlkampf in Frage zu stellen, werde der Bedeutung der Angelegenheit nicht gerecht. Absolute Priorität habe der Fortbestand der Schlossparkpraxis und der Zugewinn von Fachärzten. „Wir können in der Region alle Fachrichtungen gebrauchen. Selbstverständlich stehe ich als Bürgermeister der Stadt Wächtersbach allen Optionen offen gegenüber, sollte entgegen aller Erwartungen eine sehr große Standortnachfrage von Fachärzten das Ergebnis der nun beauftragten Projektarbeit von IWG sein. Die IWG-Ergebnisse, zum Beispiel in Pohlheim, Lumdatal oder Rabenau, sprechen für sich und stimmen optimistisch für eine nachhaltige ärztliche Versorgung in Wächtersbach für die Region.“ Der Prozess werde ebenso eng und kooperativ mit Dr. Link aus der Praxis am Ziegelgarten geführt. Auch hierbei haben damals die Ärzte Kurt Theilmann, Dr. Leppla und Dr. Link, gemeinsam mit der Stadt, Lösungen gefunden, die nun auch kooperativ für den Standort am Schloss gefunden werden sollen. „Auch wenn aktuell der Wahlkampf den Ton bestimmt, so sollten doch alle politischen Verantwortungsträger das Interesse haben, die Aufgabenstellung im Sinne aller Beteiligten und insbesondere der Menschen zu lösen“, so Weiher.

Erster Schritt sei die Analyse, da in der vertragsärztlichen Versorgung der Bedarfsplanung Rahmenbedingungen vorgebe, welche zu beachten seien. Die Gesellschaft wird älter, ist tendenziell kränker und es fehle flächendeckend zunehmend an ärztlicher Arbeitskraft. „In Wächtersbach haben wir das große Glück, mit der Schlossparkpraxis eine motivierte Berufsausübungsgemeinschaft für die hausärztliche Versorgung zu haben, welche sich klar zur Mitwirkung beim Aufbau der erforderlichen neuen Versorgungsstrukturen bekennt. Zudem haben wir Fachärzte, die sich bewusst sind, dass die derzeitigen Praxisstrukturen nur schwer nachzubesetzen und daher bereit sind, den Modernisierungsprozess aktiv mit zu begleiten“, so der Bürgermeister.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 26. Februar.

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