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Einheitliches Vorgehen angestrebt

Bei neuer Kindertagesstätte Löwenzahn sollen die Anforderungen aller Beteiligten berücksichtigt werden

28 Jun 2021 / 17:57 Uhr

    Wächtersbach (dl). Nicht nur die politischen Parteien im Parlament, sondern insbesondere die Interessen der Kinder, Eltern, Erzieher und Nachbarn sollen bei der Standortwahl für die neue Kindertagesstätte Löwenzahn berücksichtigt werden. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ließen sich hauptsächlich die unterschiedlichen Ansätze von SPD und Grünen nicht auf einen Nenner bringen. Die wichtigen Neufassungen der Feuerwehrsatzung und die der Gebühren zur Friedhofsordnung wurden dagegen nahezu ohne weitere Beratung verabschiedet.

    Grundsätzlich unterschieden sich die Anträge von SPD und Grünen darin, dass man bei der SPD nach den vorab durchgeführten Recherchen zunächst ausschließlich von einem neuen Standort ausgegangen ist, während die Grünen bei der Vorauswahl durchaus eine mögliche Aufstockung am bisherigen Standort berücksichtigt haben wollten. Auch die sachverständige Begleitung bei der Standortsuche durch ein Fachbüro halten die Grünen für wenig zielführend. Unbestritten ist, dass die Kindertagesstätte für die erforderliche Erweiterung keinerlei Kapazitäten mehr hat. Wegen des Zuzugs junger Familien mit Kindern und der bevorstehenden Übernahme der Kinder aus der Einrichtung Zwergenstube fehlt der Raum für die zusätzlich zu bildenden Gruppen. Im Vorfeld der Sitzung hatte es Irritationen gegeben, was den Stand der bereits erfolgten Recherchen betrifft. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen Eva Bonin sah das Parlament mit dem bisherigen Vorgehen vom Magistrat übergangen, obwohl Bürgermeister Andreas Weiher erklärte, dass lediglich zwei mögliche Standorte in Bezug auf die Erfüllung der formalen Kriterien überprüft worden seien. SPD-Fraktionsvorsitzender Harald Krügel appellierte an die Kollegen, bei einem so wichtigen Projekt eine gemeinsame Vorgehensweise zu finden. Er hatte versucht, in einem Änderungsantrag zum ursprünglichen Antrag der SPD die verschiedenen Positionen der anderen Parteien zu berücksichtigen. Eine Entscheidungsmatrix nach dem Modell KiTa Wittgenborn unter Einbeziehung aller am Entscheidungsprozess beteiligten Gruppen und mit der Begleitung des Bau- und Planungsausschusses soll noch vor Beauftragung eines Planungsbüros entwickelt werden. In dem Verfahren soll neben einem Neubau auch die Erweiterung der bestehenden Immobilie in Betracht gezogen werden. Die Grünen setzen in ihrem Antrag folgende Schwerpunkte: Gründlichkeit vor Schnelligkeit, maximale Transparenz, und auch die mehrgeschossige Planung soll als mögliche Lösung in Betracht gezogen werden. Fraktionsvorsitzender Frank Hilliger von den Freien Wächtern versuchte zu vermitteln, indem er eine Reihe von Parallelen in den Anträgen von SPD und Grünen aufzeigte. Doch sein Antrag, beide Anträge gleichzeitig in den Ausschuss zu verweisen, fand ebenso keine Mehrheit wie der Antrag der Grünen. Stadtverordnetenvorsteher Jan Volkmann ließ über alle Anträge abstimmen, wobei der Antrag der SPD mit 24 Ja-Stimmen und 9 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen angenommen wurde.

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