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Tante Emma wird mobil

Fahrender Supermarkt des Behinderten-Werks hält ab jetzt auch in Waldensberg

06 Okt 2021 / 16:59 Uhr
Wächtersbach-Waldensberg (ekr). Nach einem bekannten Sprichwort muss der Prophet zum Berge gehen, wenn der Berg nicht zu ihm kommt. In Waldensberg soll künftig der Berg zum Propheten kommen. Genauer gesagt: Ein Supermarkt auf Rädern soll Essen und Waren des täglichen Bedarfs aktiv dorthin bringen, wo sie gebraucht werden – nämlich zu den Menschen in den Ort. Wenn der Testlauf Erfolg verspricht, können sich in Zukunft Waldensberger, die nicht mobil sind und zum Einkaufen wegfahren können, quasi vor der Haustür von einem rollenden Supermarkt versorgen lassen.

Das Problem: Im zweithöchstgelegenen Stadtteil Wächtersbachs gibt es keine Nahversorgungsmöglichkeiten. Der letzte Tante-Emma-Laden hat zum 31. Dezember letzten Jahres aus Altersgründen seine Tore geschlossen, selbst einen Metzger oder einen Bäcker gibt es momentan nicht mehr im Ort. Einen kleinen Lebensmittelladen anzusiedeln, sei sehr schwer, bedauert Anja Piston-Euler, stellvertretende Ortsvorsteherin von Waldensberg. Deswegen haben sie und ihre Kollegen vom Ortsbeirat von dem Angebot des mobilen 1-2-3-Marktes aus Bad Soden-Salmünster Gebrauch gemacht und sich dafür eingesetzt, dass der grün-weiße Lebensmittelbus, der täglich durch den Main-Kinzig-Kreis tourt und auch schon bereits die Wächtersbacher Ortsteile Weilers, Leisenwald und Wittgenborn anfährt, demnächst auch einmal pro Woche in Waldensberg „auf der Platte“ hält.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 7. Oktober.

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