SUCHE

Vergangen darf nicht vergessen sein

Kirchengemeinden haben zum Gedenken an den 9. November 1938 eingeladen

10 Nov 2020 / 19:32 Uhr
Wächtersbach (dl). Dietrich Bonhoeffer zitierend mahnte Pfarrerin Beate Rilke anlässlich des Gedenkens an die Pogromnacht vom 9. November 1938, die Ehrfurcht vor der Vergangenheit zu wahren, um Verantwortung für die Zukunft übernehmen zu können. Vor der ehemaligen Synagoge in der Wächtersbacher Bleichgartenstraße hatten sich die Menschen mit dem derzeit nötigen Abstand versammelt, um an die ermordeten jüdischen Mitbürger aus Wächtersbach aber auch an die Opfer von Hass, Hetze, Extremismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus in der jüngsten Vergangenheit zu erinnern.

Im Beisein von Wilhelm Hammann, Dekan des Kirchenkreises Kinzigtal, Bürgermeister Andreas Weiher, Mitgliedern von Magistrat und Parlament sowie den teilnehmenden Bürgern wollten Pfarrerin Beate Rilke, Pfarrer Fabian Böhme, Vikarin Vanessa Damm sowie Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Wächtersbach nicht nur an die Anfang des 20. Jahrhunderts ermordeten jüdischen Mitbürger aus Wächtersbach, sondern auch an die Opfer der Verbrechen jüngeren Datums in Dresden, Hanau, Halle, Nizza, Paris und Wien erinnern. 82 Jahre nach der sogenannten Reichskristallnacht werden Menschen immer noch Opfer von Hass und Hetze, Fanatismus, Gewalt, Idiotien, Irrsinn und Extremismus, führte Rilke in ihrem Redebeitrag weiter aus. Sie sprach auch im Namen von Pfarrer Rainer Heller, der an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 11. November.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: