SUCHE

Strategie gegen Gewaltexzesse

Schiri-Chef Breidenbach macht konkrete Vorschläge

31 Okt 2019 / 22:01 Uhr
Gelnhausen/Brachttal (dg). In jüngster Zeit kam es gleich zweimal zu schockierenden physischen Attacken auf Schiedsrichter: Am vergangenen Sonntag schlug ein C-Liga-Spieler in Münster bei Dieburg infolge einer gelb-roten Karte den Schiedsrichter bewusstlos. Vor zwei Wochen versetzte ein Akteur des SV Niederzell II in einem Match der C-Liga-Schlüchtern bei der SG Altengronau/Jossa/Marjoß II dem Unparteiischen einen Kopfstoß (die GNZ berichtete). Vor diesem Hintergrund fragte die GNZ beim Gelnhäuser Kreisschiedsrichterobmann Markus Breidenbach (Brachttal) nach: Wie kann diesem alarmierenden Trend effektiv entgegengewirkt werden? Er plädiert für die Umwandlung von Geldstrafen, die bislang an den Verband fließen, in Schmerzensgeld für die betroffenen Unparteiischen. Darüber hinaus fordert Breidenbach die Wiedereinführung der Zeitstrafen im Amateurbereich.

GNZ: Die jüngste Gewalteskalation gegen einen Schiedsrichter in Münster wird derzeit bundesweit diskutiert, in Berlin hat die Schiedsrichtervereinigung aufgrund vermehrter Anfeindungen gegen Unparteiische einen Streik abgehalten. Ist das ein probates Mittel, um die Öffentlichkeit wachzurütteln und ein Zeichen zu setzen, ist so etwas auch bei uns in Hessen denkbar?

Markus Breidenbach: Ich habe gerade erst mit dem Vorsitzenden des HFV-Verbandsschiedsrichterausschusses, Gerd Schugard aus Dipperz bei Fulda, gesprochen. Laut seiner Aussage wird es bei uns in Hessen keinen Schiedsrichter-Streik geben, und ich unterstütze diese Haltung. Ich denke nicht, dass sich durch eine solche symbolische Maßnahme grundsätzlich etwas ändern würde.

Lesen Sie das komplette Interview am 1. November in der GNZ.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4