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Den Favoriten Paroli geboten

Der Gelnhäuser Matthias Muth erlebte die Schach-Olympiade in Indien hautnah

17. August 2022 / 16:08 Uhr
Schach (re). Matthias Muth vom Schachclub 1934 Gelnhausen hat vor Kurzem als Trainer und Teamchef mit der Nationalmannschaft aus Laos an der Schacholympiade teilgenommen. Lesen Sie hier seinen Erlebnisbericht vom Turnier in Indien.

„Die Schacholympiade ist das größte Mannschaftsturnier der Welt. Über 180 Nationen folgten der Einladung des indischen Schachverbands AICF sowie des Weltverbands FIDE und knackten bei der 44. Auflage einen neuen Teilnehmerrekord. Dabei hatten die Organisatoren in Chennai gerade einmal vier Monate Zeit das Großereignis auf die Beine zu stellen. Zuvor hatte die FIDE Russland die Olympiade entzogen und den Verband gesperrt. Ebenfalls nicht am Start waren die Mitfavoriten aus China – offiziell wegen Corona-Bedenken.

Das Turnier war auf zwei Wochen angesetzt und von der Regierung des schachbegeisterten Bundesstaats Tamil Nadu, aus dem unter anderem der bislang einzige indische Weltmeister Viswanathan Anand stammt, organisiert. So wohnte der Ministerpräsident M. K. Stalin – benannt nach dem sowjetischen Diktator – sowohl der Eröffnungsfeier als auch der Schlussfeier bei, welche in Aufwand und Länge mit den Zeremonien anlässlich Olympischer Spiele vergleichbar war. Die Eröffnung der Olympiade nahm sogar der indische Premierminister Modi mit den Worten: „Hier gibt es keine Verlierer, sondern nur Gewinner und zukünftige Gewinner“ vor. Tamil Nadu stellte für die Veranstaltung ein Sondervermögen von etwa zehn Millionen US-Dollar bereit. Jede Nation wurde rund um die Uhr betreut und den Spielern und Betreuern kam eine Gastfreundschaft entgegen, die ich in dieser Form noch nie erlebt habe. Mit der Ausrichtung der Schacholympiade möchte Indien zeigen, dass es bereit ist, auch noch größere Sportereignisse auszutragen.“

Den ganzen Erfahrungsbericht lesen Sie in der GNZ vom 18. August.

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