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Hetterich erneuert Kritik an der DFL

EIn Jahr nach seinem offenen Brief an die Bundesliga-Bosse zieht der Gelnhäuser „erschütternde Zwischenbilanz in Zeiten der Pandemie“

14 Mai 2021 / 19:08 Uhr
Gelnhausen. Im April des vergangenen Jahres schrieb der Gelnhäuser Johannes Hetterich unter der Überschrift „Bundesliga – die Antikultur der Gesellschaft“ einen offenen Brief an den Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga (DFL), Christian Seifert. Hierin prangerte er die Sonderrolle des Profi-Fußballs in der seinerzeit in Deutschland aufkommenden Corona-Pandemie an. Der Brief entfachte eine heftige überregionale Debatte darüber, inwieweit es ethisch vertretbar sei, dass in einer gesellschaftlichen Extremsituation weiterhin Profifußball gespielt werde, während pandemiebedingt zahlreiche Menschen sterben und die Freiheitsrechte der Bevölkerung aus gegebenem Anlass massiv eingeschränkt werden. Hetterich vertrat seine These, wonach Profifußball in diesen Zeiten nicht vertretbar sei, unter anderem in der ZDF-Sportreportage und in der „Heimspiel-Sendung“ des HR-Fernsehens sowie in zahlreichen Printmedien und digitalen Plattformen. Auf eine Antwort von Seiten der DFL wartet er übrigens bis heute. Der 29-Jährige spielte in seiner Heimatstadt für den FC Gelnhausen in der Fußball-Gruppenliga. Zudem feierte er als Golfer Erfolge auf nationaler Ebene. Mittlerweile lebt Hetterich in Hannover und arbeitet dort als Tierarzt.

Jetzt hat er seine Kritik an der DFL in einem Gastbeitrag für die GNZ erneuert, der in der Ausgabe vom 15. Mai erscheint. Es folgt der Beginn des Gastbeitrages.

„Zwölf beispiellose Monate sind vergangen, seitdem meine offenen Worte an DFL-Chef Christian Seifert über die „Antikultur unserer Gesellschaft – der Bundesliga“ inmitten der ersten Welle der Coronapandemie Fußballfans polarisierte. Während fehlende wissenschaftliche Evidenzen und die schiere Dynamik des COVID-Geschehens Planungen und Sicherheiten in allen Bereichen des alltäglichen Lebens unmöglich machte und noch immer macht, war den sportinteressierten Bürgerinnen und Bürgern im vergangenen Jahr zumindest eines stets gewiss: Unterhaltung durch König Fußball. Oder besser: König Profifußball. Denn die Elite unseres Volkssportes hat sich schon vor einiger Zeit von Ihren Wurzeln losgesagt. Es bedurfte keiner Kristallkugel um eine außerordentlich merkwürdige Saison voll leerer Ränge zu prophezeien. Dass der Fußball – neben all den üblichen sportlichen Dramen – gerade in der schwierigsten Phase der Bundesrepublik mit einer wahrhaft grotesken Selbstinszenierung aber gar die die letztjährige Debatte über den (möglichst zeitnahen) Neustart des Bundesliga-Geschehens übertrifft, ist verblüffend. Im negativen Sinne.

Zugegeben: Die Rückkehr des (semi)professionellen Sports im Laufe des vergangenen Sommers war für wohl alle Sportbegeisterten eine Erleichterung. Haben Sie seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs etwas von der Basketballbundesliga, der DEL oder Golfturnieren gehört?“

Den kompletten Artikel lesen Sie im Lokalsport-Teil in der Samstags-GNZ vom 15. Mai.

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