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„Viele sind am Verzweifeln“

Sportkreisvorsitzender Stefan Bahn über die Auswirkungen der Coronakrise auf die Vereinswelt

30 Apr 2020 / 14:06 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (dg). Der Vorsitzende des Sportkreises Main-Kinzig, Stefan Bahn, äußert sich zu den Auswirkungen der Coronakrise auf die regionale Vereinswelt. Dabei packt der Verbandschef auch „heiße Eisen“ an.

GNZ: Herr Bahn, wie hart trifft die Corona-Krise den Sport im Allgemeinen?

Stefan Bahn: Hier ist der Alltagssport vom Leistungssport zu unterscheiden. Mit der „Vierten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus“ der Hessischen Landesregierung vom 17. März 2020 wurde unter § 1 (1) 6. „der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen“ untersagt. Seit diesem Zeitpunkt ruht der Vereinsportbetrieb in Hessen nahezu vollständig. Die allgemeine Lust der Bevölkerung an Bewegung ist da – aktuell wird Fahrrad gefahren und gejoggt – hier werden die Sportvereine – sobald eine Genehmigung vorliegt – wieder erfolgreich den Sport organisieren. Einzig für den Spitzensport ist seit dem 20. April 2020 in Hessen eine Ausnahmeregelung getroffen. Über alle Sportarten hinweg betrifft dies insgesamt circa 370 Bundeskaderathleten. Schon aus gesundheitlichen Gründen können unsere Spitzensportler nicht dauerhaft von „100“ auf „0“ gesetzt werden. Wer seit zehn Jahren wöchentlich 40 Stunden trainiert, liegt nach sechs Wochen Couch im Krankenhaus. Spitzensportler müssen nach ihrem offiziellen Karriereende teils jahrelang abtrainieren. Deshalb findet im Spitzensport wieder in geringeren Umfang als sonst und unter strengen Hygieneauflagen alleine oder in Kleingruppen von maximal fünf Sportlern ein Grundlagentraining statt.

Lesen Sie das komplette Interview und die Skizzierung Bahns, warum viele Vereinsvertreter „am Verzweifeln“ sind, in der GNZ vom

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